Samstag, 15. Dezember 2007

WE in Mendoza, Argentinien

Am WE vom 1.12. bin ich mit Nina, Kathrin und Sebi nach Mendoza, Argentinien mit dem Bus gefahren. Mendoza ist gleich die erste Stadt wenn man von Chile nach Argentienien auf dieser Strecke fährt und normalerweise der Pilgerort für alle, die ihr 3-monats Touristenvisum wieder auffrischen müssen. Allerdings ist es es halt auch eine Gelegenheit einbisschen vor Argentinien kennen zulernen und günstig einzukaufen ;-).

Nina konnte uns etwas günstiger Bustickets besorgen und so sind wir für etwas über 20€für Hin- udn Rückfahrt am Freitag abend um 23:00 losgefahren sind und am nächsten morgen um 7 Uhr am Terminal, wie man hier einen Busbahnhof zu recht nennt (das war ja meine erste Busreise hier und ich war echt geschockt wie groß der Terminal in Santiago war!), angekommen, nach etwa 2 ½ std rumstehen und warten mitten in der Nacht an der Grenze zu Argentinien.
Oh man, da ist mir erstmal aufgefallen was für Glück wir damit in Europa haben, wo man ohne Probleme und anhalten mal eben nach Holland, Frankreich oder sonst wo rüberfährt.

Unser Samstag bestand hauptsächlich darin rumzulaufen, sich die Stadt anzuschauen, shoppen und Essen - natürlich ein leckeres argentinisches Stück Fleisch. Leider habe ich es nicht geschafft ein Fotos davon zu machen, der Hunger hat Fotos machen völlig berdrängt ;-).


Sonntag sind haben wir dann einen Ausflug u.a. zur Inka-Brücke und dem Aconcagua, dem höchsten Berg Südamerikas gemacht. Es war echt schön, hat aber wieder bedeutet einige Stunden in einem Bulli unterwegs zu sein. Fotos könnt ihr dann unten sehen.

Die Unterschiede zwischen Santiago und Mendoza sind schon gewaltig und das hat nicht nur mit der Größe von Mendoza zu tun.
Man hat gleich gemerkt, dass die Leute in Argentinien um einiges ärmer sind. Was für Autos da rumgefahren sind, kann man sich gar nicht vorstellen. Bei mindestens der Hälfte der Autos hätte ich nie gedacht, dass sie überhaupt noch fahrbereit sind.
Ich habe Reifen gesehen, die so abgefahren waren, dass man wirklich absolut kein Profil gesehen hat. Die Preise für Essen und Getränke waren ebenfalls um einiges günstiger als in Chile. Als wir den ersten morgen frühstücken waren, haben wir zusammen etwa 5 Euro ausgegeben für 4 Getränke + Essen.
Eine nicht zu unterschätzdende Gefahr stellen die Gehwege dar! Da muss man echt aufpassen wo man herläuft und immer auf den Boden schauen. So ein 1 m tiefes Loch war überhaupt keine Seltenheit.

Der Rückweg war dann noch etwas beschwerlicher als der Hinweg. Sind ebenfalls um 23:00 aus Mendoza losgefahren und haben insgesamt 4 std. an der Grenze verbracht. Ich bin so froh, dass ich immer und überall einfach schlafen kann, sodass ich wirklich bis zu dem Moment geschlafen habe, bis wir aus dem Bus steigen mussten. Was die Abfertigung an der Grenze angeht sind die Chilenen noch um einiges strikter und haben diesen Prozess noch nicht so ganz „optimiert“. Das komplette Gepäck wird durchleuchtet bzw. von einem Hund abgeschnüffelt nach dem man sich Ausreisestempel von Argentinien und Einreisestempel von Chile geholt hat. Problem da bei ist, dass sie mit dem Durchsuchen erst dann anfangen bis auch die letzte Person aus dem Bus in dem extra Raum dafür angekommen ist!

So waren wir dann um 2 Stündchen verspätet in Santiago angekommen am Montag morgen. Nach dem wir uns dann morgens mir unserem Gepäck dann noch in die super volle Metro (da Rush Hour) gedrängelt haben, war ich um 8:20 in meiner Wohnung. Schnell noch geduscht und dann für chilenische Verhältnis noch super früh um 9 auf der Arbeit angekommen J. Witztigerweise war ich schon lange nicht mehr so ausgeschlafen und fit wie an dem Tag.




Unser Hostalzimmer. Wenn wir darin zu viert waren und jeder auf seinem Platz gelegen hat, war es nicht leicht eine Platz für unsere Klamotten zum abstellen zu finden.

Das nenne ich Verkabelung!





Eines der Schmuckstücke denen mal immer wieder über den Weg läuft.








Ein sehr schöner Park in Mendoza mit einem künstlich angelegten See. Witztig war, dass die zwei Polizisten in dem Boot die die ganze Zeit im Kreis rumgefahren sind und keine Ahnung was zu tun oder zu bewachen.


Unser Hostal - ohne Empfehlung und daher auch genauer Adreses hätten wir es nie gefunden, da es kein Schild, kein gar nicht gab, was darauf hindeuten könnte, dass es sich um eine Hostal handelt.





Wie recht die Argentiner doch haben! :-) (feos = die Hässlichen, lindas = die Schönen)





Der Aconcagua mit seinen sechs tausend und noch irgendwas meter.

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