Sonntag, 16. Dezember 2007

ein fast perfekter Tag: Shoppen und Snoop Dogg Konzert

Nach den zwei schönen aber auch anstregenden Wochenende zuvor, hatte ich mir für das WE vom 8. und 9.12. nur noch vorgenommen das Nachtleben in Santiago weiter zuerforschen und danach schön ausschlafen. Hat auch geklappt mit ein paar Zusätzen :-).
War Freitag mit Sarah bis 5 unterwegs, ausgeschlafen, gegen 13 Uhr mit der family geskypet und dann eigentlich nur vorgehabt Lebensmittel einzukaufen, da in meinem Kühlschrank wieder mal gänende leere herrschte. Da ich ja mal etwas Zeit hatte, wollte ich mal zu einem Hiper Lider fahren, also einem riesen Supermarkt a la USA. Dort angekommen musste ich feststellen, dass es dort auch noch so einige andere Läden gab u.a. ein Adidas und Nike Outlet.
Ergebnis der Shopping-Tour war dann: 2 paar Schuhe, 4 Taschen, 1 Top, 1 Trikot, 1 Sporthose und absolut keine Lebensmittel :-).
War dann um 21:15 wieder in meiner Wohnung und wollte mich jetzt um die Abendplanung kümmern, da ich tagsüber viel zu abgelenkt war abgesehen davon, dass mein Handy Guthaben leer war. Also Notebook angemacht und schon krieg ich ne Nachricht von Sarah, ob ich mitkommen möchte mit ihr und noch ein paar anderen Leuten die erst auf das Snoop Dogg Konzert gehen. Snoop Dogg Konzert in Santiago und ich krieg nichts davon mit!?! War erstmal kurz vor einem Herzkasper, weil ich unbedingt hinwollte. Glücklicherweise hatte ich wengistens noch Skype Guthaben und habe schnell den Carl angerufen. Von ihm habe ich erfahren, dass das Konzert schom um 21:30 anfangen sollte, also inzwischen in 10 min. Scheiße! dachte ich nur, bis er auf einmal fragte, ob ich in meiner Wohnung bin und wie lange brauche um mich fertig zu machen. Alles klar, ich mich also in 5 min. fertig gemacht und dann schnell auf den Weg zur Wohnung wo er gerade mit 4 anderen war. Von dort aus haben wir uns dann mal eben ein Taxi quer durch die Stadt genommen für 3 € ;-), nicht pro Person! insgesamt!
Schnell noch ne Schwarzmarktkarte für knapp über 30€ gekauft (8 € über Normalpreis war es mir dann wert) und dann waren wir so gegen 22:00 Uhr drin und ein paar Minuten später kam er dann schon auf die Bühne. Perfektes timing würd ich sagen.
Konzert war auf jeden Fall sau geil und danach wieder bis 5 tanzen gewesen! Danach wieder ausgeschlafen und noch das Wetter genossen. Ein weiteres tolles WE, was leider bloß viel zu schnell wieder vorbei war








Erdbeben in Valparaiso

Heute habe ich dann doch noch rausgefunden, dass das Erdbeben in Valparaiso knapp 100 km von Santiago entfernt war und eine Stärke von 5,5 hatte.
Zufälligerweise habe ich gerade für diesen Sonntag, also in etwa 8 std, geplant hinzufahren
Wollen wir mal hoffen, dass es sich dort nicht so schnell wiederholt.

Samstag, 15. Dezember 2007

hui, wieso wackelt denn auf einmal alles?

ja, das habe ich mir etwas vor einer Stunde gedacht als ich gerade einen Anruf von Linda gekriegt habe und dabei merke, dass der Boden wackelt, ich wackele, mein Fernseher wackelt und die Wände auch! Einen Moment hat es gedauert bis ich geschnallt habe, dass es sich um ein Erdbeben gehandelt habe. War schon ein komisches Gefühl, da es das erste mal war, dass ich ein Erdbeben erlebt habe. Zwar gab es ja schon ein richtig starkes im Norden von Chile seit dem ich hier bin. Man hat es auch in Santiago und auch in meinem Bürogebäude gespürt, da hatte ich es aber gerade geschafft in einem seeeeehr sicheren Ort während eine Erdbebens zu sein: Ich war im Fahrstuhl auf dem Weg zum Mittagessen und habe daher nichts mitgekriegt.
Sehr sicher ist nur leicht ironisch gemeint, ich glaube es gibt nur einen Ort wo ich noch wengier sein wollte während einem Erdbeben und dass ist der minus 6. Stock in meinem Gebäude wo ich einen kleinen Keller habe.
Inzwischen hab ich mich aber wieder beruhigt, wie strak das Erdbeben war und wo das Epizentrum lag, habe ich aber noch nicht rausfinden können.
Jetzt gehts es erstmal zum Weihnachtsgrillen in Shorts mit einer Weihnachtsmütze auf dem Kopf :-).
Bericht über das letzte WE wird dann hoffentlich auch noch bald folgen und dann habe ich ja alles aufgearbeitet.

WE in Mendoza, Argentinien

Am WE vom 1.12. bin ich mit Nina, Kathrin und Sebi nach Mendoza, Argentinien mit dem Bus gefahren. Mendoza ist gleich die erste Stadt wenn man von Chile nach Argentienien auf dieser Strecke fährt und normalerweise der Pilgerort für alle, die ihr 3-monats Touristenvisum wieder auffrischen müssen. Allerdings ist es es halt auch eine Gelegenheit einbisschen vor Argentinien kennen zulernen und günstig einzukaufen ;-).

Nina konnte uns etwas günstiger Bustickets besorgen und so sind wir für etwas über 20€für Hin- udn Rückfahrt am Freitag abend um 23:00 losgefahren sind und am nächsten morgen um 7 Uhr am Terminal, wie man hier einen Busbahnhof zu recht nennt (das war ja meine erste Busreise hier und ich war echt geschockt wie groß der Terminal in Santiago war!), angekommen, nach etwa 2 ½ std rumstehen und warten mitten in der Nacht an der Grenze zu Argentinien.
Oh man, da ist mir erstmal aufgefallen was für Glück wir damit in Europa haben, wo man ohne Probleme und anhalten mal eben nach Holland, Frankreich oder sonst wo rüberfährt.

Unser Samstag bestand hauptsächlich darin rumzulaufen, sich die Stadt anzuschauen, shoppen und Essen - natürlich ein leckeres argentinisches Stück Fleisch. Leider habe ich es nicht geschafft ein Fotos davon zu machen, der Hunger hat Fotos machen völlig berdrängt ;-).


Sonntag sind haben wir dann einen Ausflug u.a. zur Inka-Brücke und dem Aconcagua, dem höchsten Berg Südamerikas gemacht. Es war echt schön, hat aber wieder bedeutet einige Stunden in einem Bulli unterwegs zu sein. Fotos könnt ihr dann unten sehen.

Die Unterschiede zwischen Santiago und Mendoza sind schon gewaltig und das hat nicht nur mit der Größe von Mendoza zu tun.
Man hat gleich gemerkt, dass die Leute in Argentinien um einiges ärmer sind. Was für Autos da rumgefahren sind, kann man sich gar nicht vorstellen. Bei mindestens der Hälfte der Autos hätte ich nie gedacht, dass sie überhaupt noch fahrbereit sind.
Ich habe Reifen gesehen, die so abgefahren waren, dass man wirklich absolut kein Profil gesehen hat. Die Preise für Essen und Getränke waren ebenfalls um einiges günstiger als in Chile. Als wir den ersten morgen frühstücken waren, haben wir zusammen etwa 5 Euro ausgegeben für 4 Getränke + Essen.
Eine nicht zu unterschätzdende Gefahr stellen die Gehwege dar! Da muss man echt aufpassen wo man herläuft und immer auf den Boden schauen. So ein 1 m tiefes Loch war überhaupt keine Seltenheit.

Der Rückweg war dann noch etwas beschwerlicher als der Hinweg. Sind ebenfalls um 23:00 aus Mendoza losgefahren und haben insgesamt 4 std. an der Grenze verbracht. Ich bin so froh, dass ich immer und überall einfach schlafen kann, sodass ich wirklich bis zu dem Moment geschlafen habe, bis wir aus dem Bus steigen mussten. Was die Abfertigung an der Grenze angeht sind die Chilenen noch um einiges strikter und haben diesen Prozess noch nicht so ganz „optimiert“. Das komplette Gepäck wird durchleuchtet bzw. von einem Hund abgeschnüffelt nach dem man sich Ausreisestempel von Argentinien und Einreisestempel von Chile geholt hat. Problem da bei ist, dass sie mit dem Durchsuchen erst dann anfangen bis auch die letzte Person aus dem Bus in dem extra Raum dafür angekommen ist!

So waren wir dann um 2 Stündchen verspätet in Santiago angekommen am Montag morgen. Nach dem wir uns dann morgens mir unserem Gepäck dann noch in die super volle Metro (da Rush Hour) gedrängelt haben, war ich um 8:20 in meiner Wohnung. Schnell noch geduscht und dann für chilenische Verhältnis noch super früh um 9 auf der Arbeit angekommen J. Witztigerweise war ich schon lange nicht mehr so ausgeschlafen und fit wie an dem Tag.




Unser Hostalzimmer. Wenn wir darin zu viert waren und jeder auf seinem Platz gelegen hat, war es nicht leicht eine Platz für unsere Klamotten zum abstellen zu finden.

Das nenne ich Verkabelung!





Eines der Schmuckstücke denen mal immer wieder über den Weg läuft.








Ein sehr schöner Park in Mendoza mit einem künstlich angelegten See. Witztig war, dass die zwei Polizisten in dem Boot die die ganze Zeit im Kreis rumgefahren sind und keine Ahnung was zu tun oder zu bewachen.


Unser Hostal - ohne Empfehlung und daher auch genauer Adreses hätten wir es nie gefunden, da es kein Schild, kein gar nicht gab, was darauf hindeuten könnte, dass es sich um eine Hostal handelt.





Wie recht die Argentiner doch haben! :-) (feos = die Hässlichen, lindas = die Schönen)





Der Aconcagua mit seinen sechs tausend und noch irgendwas meter.

Raften im Kaffebraunen Rio Maipo

Ja, dazu muss man sagen, dass es in der Zwischenzeit schon geschafft habe 2 mal Raften zu gehen. Einmal am 25.11. und dann noch mal heute.
Für den 25.11. hat der Mathias eine Gruppe von 8 Deutschen organisiert. Wir sind dann zum Cascada de las Animas, so einer Art Resort, gefahren, der einfach etwas weiter „unten“ an dem Gebierge liegt, an dem ich den Tag zuvor trekken war.
Dementsprechend könnt ihr euch vorstellen wie warm bzw. kalt das Wasser war, was einige km weiter oben noch Eis war. (Heute hat man mir gesagt durchschnittlich sind 4 Grad)
Kaffeebraun ist der Fluss jedoch nicht weil es so schmutzig ist, sondern weil der Sand/Lehmboden z.Z. auch noch durch die Schmelze aufgewirbelt wird.
Im Sommer hat der Rio Maipo auf der 16km langen Strecke eine Stärke von 3+ auf einer Skala bis 5 (6 wird nicht kommerziell genutzt). Dementsprechend hat es wirklich viel Spass gemacht. Wir haben es auch geschafft, dass keiner aus dem Boot geflogen ist. Allerdings hatte man uns schon vorher gesagt, dass es an einer ungefährlichen Stelle möglich ist freiwillig sich einbisschen im Wasser treiben lassen.
Witztig war es dann als unser Guide meinte:
Guide: Jetzt könnt ihr ins Wasser wenn ihr wollt.
Wir: Hier kann mal also dann ins Wasser gehen?
Guide: Ja, hier ist die Stelle!
Wir: Ach so, also das ist die Stelle?!?
Guide: Ja, hier könnt ihr ins Wasser gehen!
Wir: Ok, hier kann man also rein.
(leider krieg ich es nicht mehr ganz auf die Reihe wie das ablief, abgesehen von der Übersetzung)

Naja, dann war auch schnell der Erste drin und der Rest ist gefolgt. Ja, das war mal wieder ne neue Erfahrung. Trotz Neoprenanzug wird es am Anfang doch sehr frisch, habe es heute aber nochmal gemacht :-).

Nun, zu dem warum ich heute nochmal dazu gekommen bin. 2 Tage nach dem ich raften war, kriege ich eine Einladung zum Betriebsausflug (2.ter innerhalb der kurzen Zeit, die ich hier bin) zum Cascada de las Animas und man konnte sich gleich auch eine Aktivität für den vormittag aussuchen: Raften, Reiten oder Wandern.
Habe mich also gleich wieder fürs Raften eingetragen, da ich es echt toll fand.
Nachmittags, nach einem ausgibigen Essen, habe ich mich nur noch an den Pool gelegt.
Ja, so könnte von mir aus jeder Tag sein.

Was Fotos angeht wird es demnächst noch mehr davon geben und dann sogar welche richtig in Aktion. Es wurden unterwegs Fotos von uns gemacht und wir haben die CD's bei beiden Malen gekauft, aber von beiden Malen habe ich sie noch nicht.











chic chic ne!?! Das war allerdings noch nicht alles. Darüber kam noch eine Windjacke und natürlich eine Lifevest (oder wie auch immer das nochmal heißt, ihr wisst schon was ich meine) und ein Helm.




Trekken zum Gletscher El Morado

Es wird wieder Zeit, dass ich mein Blog aktualisiere. Habe in der Zwischenzeit einiges erlebt und viele schöne Fotos gemacht. Werde versuche alles bis zum Mittwoch den 19.12 aufzuholen. Denn dann geht’s auf die Osterinsel um Weihnachten dort zu verbringen ;-). Direkt im Anschluss kommen meine Schwester Linda und ihr Freund Andreas wir fliegen nach Patogonien oder auch dem "fin del mundo" wie es hier so schön heißt.

Los geht’s mit dem WE vom 24.11. an dem ich eigentlich nur Raften am Sonntag vor hatte, bis mich ein Arbeitskollege, der nebenbei eine kleine Ökotourismusfirma hat, kurz vor Feierabend angerufen hat um mich zu fragen, ob ich Lust habe am nächsten Tag 5 std. durch die Anden zum Gletscher El Morado zu trekken. Also etwas was ich noch nie gemacht habe und deshalb gleich eingewilligt habe.

Loso ging es morgens früh um 8 mit einem kleinen Bulli Richtung Cajon del Maipo. Ich war wieder mal überrascht wie schön die Umgebung ist, sobald man aus der Stadt kommt. Es war sehr interessant und ich hätte mir gerne länger die Umgebung einfach aus dem Bulli angeschaut, aber leider habe ich es trotz höchster Anstrengungen nicht geschafft meine Augen aufzuhalten.

Mit dem Bulli sind wir dann auf etwa 2000 m gefahren und dann ging es wirklich los. Komisch war es schon auf einmal Schnee zu sehen und noch komischer einige std. dadurch zu wandern, während man weiß, dass 100 km entfert die Leute in Santiago sich den Arsch abschwitzen.

An sich war es aber die ganze Zeit auf dem Aufstieg auf 3200m sehr warm, aber oben angekommen kamen die Fleecepullis und Polarjacken schnell raus.
Während wir den Ausblick einfach nur genossen haben, haben wir dann auch ein richtiges Picknick gemacht. Wie lecker so ein paar Sandwiches, Äpfel und Süßigkeiten sein können nach ein paar std. bergauf wandern, hatte ich schon fast vergessen :-).



der El Morado



nein, ich seh gar nicht wie ein Touri aus ;-)






Durch die vielen verschiedenen Mineralvorkommen waren die Berge so "bunt" wie ich noch nie zuvor gesehen hatte.